Es wurden zahlreiche Studien zum Einfluss der Belastungsfrequenz und des Feinanteils auf das Verflüssigungspotenzial und die Verflüssigungseigenschaften von sandigen Böden durchgeführt, aber das Verständnis ist noch unvollständig. Basierend auf einem standardisierten Sand aus Fujian mit Korngrößen unter 0,5 mm und Sandstaub vom Gelben Fluss in Yinchuan wurde das KTL-dynamische Dreiachsprüfsystem verwendet, um Gleichkonsolidierte dynamische Dreiachsverflüssigungsversuche an Proben mit einer relativen Dichte von 30 % und 70 %, einem Feinanteil von 0 %, 20 %, 40 %, 60 % und zyklischen Belastungsfrequenzen von 0,1 Hz und 1 Hz durchzuführen. Die Ergebnisse zeigen: Bei einer Belastung von 0,1 Hz im Vergleich zu 1 Hz dauert die Phase der stabilen Verformung länger und die Anzahl der Zyklen ist größer, die Schwankungsamplitude des Porenwasserdrucks nach der Anfangsverflüssigung wird größer und es zeigt sich ein starkes Scherdilatanzverhalten. Die Verflüssigungsintensität bei 0,1 Hz ist jedoch geringer als bei 1 Hz, und die doppelte axiale Dehnung nimmt bei 0,1 Hz stark zu; dieser Verflüssigungsmodus sollte nicht als „zyklische Aktivität“ klassifiziert werden. Bei 0,1 Hz sind die Bewegung und Reibung zwischen den Bodenteilchen vollständiger, sowohl in Zug- als auch in Druckrichtung kann die gesamte Probenfestigkeit zum Tragen kommen, die Hystereseschleife ist in Zug- und Druckrichtung relativ symmetrisch und voll ausgeprägt. Bei 1 Hz führt die Weichwerdung der Probenoberseite zu Spannungskonzentrationen, ab der Verformungszunahmephase nimmt die dynamische Spannung ab, und die Hystereseschleife zeigt eine deutliche Zug-Druck-Asymmetrie, in der tiefen Verflüssigungsphase verliert die Zugrichtung Steifigkeit und Tragfähigkeit. Insgesamt ist bei 0,1 Hz im Vergleich zu 1 Hz die Entwicklung des Porenwasserdrucks langsamer, der Endporendruck niedriger, die Dehnungsentwicklung zunächst langsam dann schnell und die Verflüssigungswiderstandsfähigkeit geringer. Unabhängig von Belastungsfrequenz und relativer Dichte beschleunigen steigende Feinanteile die Porenwasserdruckanstiege und Dehnungsentwicklung, während die Verflüssigungswiderstandsfähigkeit abnimmt.